1. Platz beim 10. Bäckerei Ruetz Halbmarathon über die 3,5 km Distanz

bäckerei ruetz
Momentan bereite ich mich nach meiner Krankheitspause auf meinen ersten 10 km Wettkampf in diesem Jahr vor. Starten möchte ich im Herbst, möglicherweise in Ebreichsdorf. Zur Zeit laufe ich vermehrt kurze Volksläufe. Diese machen mir momentan ziemlich viel Spaß, da die Konkurrenz meist viel schwächer als bei "Zehnern" ist und ich in der Führungsgruppe mitkämpfen kann. Um meine Tempohärte zu schulen und die Regenerationszeit so kurz wie möglich zu halten, hatte ich mich entschlossen mich beim 10. Bäckerei Ruetz Halbmarathon für den 3,5 km Bewerb anzumelden.
Samstag, dem 09. Mai 2009, zeitlich in der Früh bin ich gemütlich mit dem Rad von Innsbruck nach Kematen gefahren. Zum Aufwärmen bin ich die Runde einmal abgelaufen, eine Entscheidung die sich im Nachhinein bezahlt gemacht hat. Die leicht wellige Strecke führt nämlich nach 600 m für ca. 50 m auf einen Bahnsteig und dann durch eine Fussgängerunterführung. Um Gedränge im Treppenhaus zu vermeiden bin ich das Rennen zügiger als geplant angegangen. Vorgenommen hatte ich mir eine Zielzeit um 14:30. Ich habe daher mit der ersten Verfolgergruppe die Unterführung durchquert und dann das Tempo ein wenig rausgenommen. Dann kam der grosse Moment ...
Bei Kilometer eins trennte sich das Halbmarathon und das 10,5 km Lauffeld vom 3,5 km Lauf. Gebannt beobachtete ich die Abzweigung. Zu meiner Überraschung bog nur ein Läufer, mit ca. 200 m Vorsprung vor mir ab. Ich lag also an zweiter Stelle mit 100 m Vorsprung auf den Drittplatzierten. Daraufhin warf ich meine 14:30 Rennplanung über den Haufen und kämpfte mich an den Führungsläufer heran. Bei Kilometer 2 hatte ich ihn schließlich eingeholt. Schon ziemlich angestrengt zog ich in Erwägung beim Führungsläufer zu bleiben und es auf einen Sprint beim Zieleinlauf ankommen zu lassen. Allerdings wirkte mein direkter Verfolger noch ziemlich frisch und der Führungsläufer ziemlich erledigt. Aus diesem Grund beschloss ich das Tempo hochzuhalten. Der letzte Lauf durchs Stiegenhaus, den Rythmus verlierend war ziemlich anstrengend. Trotzdem schaffte ich es den Vorsprung auf 25 s aufzubauen und das Ziel in 13:48 (3:57 min/km) als erster zu erreichen. Bedanken muss ich mich auch bei einem netten Feuerwehrmann ohne den ich die Abzweigung zur Zielgeraden verpasst hätte. Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht mehr viel gesehen. Freuen durfte ich mich bei der Siegerehrung über einen schönen Pokal aus Glas und ein Riesensalzstangerl, überreicht von Bäckermeister Christian Ruetz.

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Für mich war das mein erster Stockerlplatz und eine ganz neue Erfahrung. Ohne Zugläufer zu laufen, den Atem der Konkurrenten im Rücken zu spüren, Zweifel zu haben ob man das Tempo halten kann oder ggf. Attacken abwehren kann ist schon ein ganz besonderes Gefühl.
Ich bin froh über das Ergebnis und bin meinem Traum die 10 km im Herbst unter 40 Minuten zu laufen, so denke ich, ein gutes Stück näher gekommen.
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